Chronik

 

Chronik

(Bild-Quelle: www.pixelio.de)

 

Vor nun gar fünfzig Jahren -
das Leben war sehr hart und schwer -
zur Abwehr von Gefahren
gründete man die Feuerwehr

Die Männer aus Bodenrod
waren entschlossen und bereit
der Bedrohung in der Not
vereint zu trotzen allezeit.

Doch auch die Gemeinsamkeit
in frohen Stunden und Singen,
bei Humor und Fröhlichkeit,
mit Familie konnt' gelingen.

Jahre gingen durch das Land,
Zeiten ändern Dorf und Leute.
Uns're Wehr hält weiter stand
allen Menschen hier zur Freude.

Alles muss nun schneller geh'n,
die Technik fordert den Tribut.
Einig müssen alle seh´n,
dass Einsätze gelingen gut.

Atemschutz wird eingeführt
mit Sauerstoff und Schutzanzug.
Alle sind gar fit trainiert
zu handeln hilfsbereit und klug.

Schneller Einsatz wird verlangt,
der Fahrzeugpark ist Garantie,
dass keiner allzu lange bangt
in Not, Gefahr und großer Müh.

Man übt die sich´ren Griffe,
dass der Beistand kann gelingen -
man lernt die besten Kniffe
um so Hilfe zu erbringen.
Ob Brand und Rauch - ein Mensch verirrt -
Unterricht in dem Schulungsraum -
Sturm und Eis, dass es gar klirrt,
die Wehr, die schafft´s, man glaubt es kaum.

Auch die Jugend ist dabei,
übt und lernt im Freundeskreise.
Treibt daneben allerlei
in munt´rer Schaffensweise.

So seh'n wir heut' mit Freude
und Stolz auf uns're Feuerwehr.
Mög' sie in allem Leide:
uns, retten, helfen - Gott zur Ehr!

(von Wolfgang Dittert)

 

Ein paar historische Hinweise:

Im Jahr 2002 feierte die Freiwillige Feuerwehr Bodenrod ihr 50jähriges Bestehen. Wer zurückrechnet, kommt also auf das Gründungsjahr 1952. Doch auch schon vor 1952 gab es eine Feuerwehr in Bodenrod. Diese jedoch war keine „freiwillige“, sondern eine „Pflichtfeuerwehr“, der alle männlichen Bewohner von 16 bis 60 Jahren angehörten.

Der letzte Ortsbrandmeister der Pflichtfeuerwehr war Heinrich Hofmann, sein Vorgänger war Konrad Hofmann VIII.

Einmal im Jahr, meist am 3. Pfingstfeiertag, wurden die feuerwehrtechnischen Kenntnisse im Rahmen einer Übung von Kreisbrandinspektor Füller aus Friedberg abgenommen.

Zur Wasserversorgung diente ein Teich (wohl eher ein Schlammloch) im Bereich des heutigen Brandweihers und ein Brunnen neben dem alten Spritzenhaus. Der heutige Brandweiher wurde erst nach dem 2. Weltkrieg gebaut.

Die Wasserförderung erfolgte in früheren Jahren mit Eimern in einer sogenannten Eimerkette. Dabei gab es die Sitte, dass jedes Hochzeitspaar der Feuerwehr einen Eimer aus Leder zur Verfügung stellte und sich somit an der Ausrüstung der Feuerwehr beteiligte.
Später stand der Feuerwehr eine Doppelkolbenpumpe zur Verfügung, die mit acht Mann betrieben werden musste. Die Pumpe hatte eine Deichsel, mit der zwei Pferde vorgespannt werden konnten. Beim Betrieb mussten jedoch die Pferde ausgespannt und die Deichsel quergestellt werden. Erst dann erschallte der Ruf „Zum Pumpen fertig“.
Weiterhin gab es einen Schlauchwagen, auf dem auch Standrohr und Schlüssel geladen waren.

In einem Leiterhäuschen waren stabile Holzleitern untergebracht. Über diese mussten beim Einsatz besonders mutige Kameraden die Schläuche auf dem Rücken nach oben tragen.

Bekleidet waren die Feuerwehrmänner nach dem 2. Weltkrieg mit umgefärbten Wehrmachtsjacken, worauf man noch die Kennzeichnung der Kriegsgefangenen erkennen konnte. Dies gefiel den Kameraden ganz und gar nicht, aber eine neue Ausstattung war nicht zu finanzieren.

Am 1. März 1952 war es dann endlich soweit. Nach dem neuen Brandschutzgesetz von 1951 sollte, wenn möglich, in jeder Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr entstehen. Hilfsbereite Männer sollten sich zusammenschließen, um gegenseitig Hab und Gut vor Schaden zu schützen. Unter dem Motto „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ rief der damalige Kreisbrandinspektor Häuser die Bodenroder Männer auf, sich in eine Liste einzutragen und somit die Freiwillige Feuerwehr Bodenrod zu gründen. Zahlreiche Männer trugen sich in die Listen ein und ein Vorstand wurde gewählt. Die Feuerwehr Bodenrod war gegründet!

 

Gründungsmitglieder der Feuerwehr Bodenrod (1.März 1952):

  • Theodor Rohner
  • Rolf Werner
  • Heinz Rohner
  • Herbert Maurer
  • Paul Becker
  • Adolf Becker
  • Emil Spies
  • Wilhelm Groß
  • Robert Hofmann
  • Ludwig Paschke
  • Wilhelm Häuser V.
  • Karl Jung
  • Ernst Spies
  • Rudolf Häuser
  • Ewald Hofmann
  • Willi Jung
  • Hans Weigel
  • Lothar Winter
  • Kurt Wissig
  • Heinz Stahl
  • Reinhard Friedrich
  • Kurt Weisel
  • Helmut Wissig
  • Heinz Bergmann
  • Hermann Pfannmüller
  • Heinrich Klein
  • Heinrich Winter
  • Karl Brück
  • Albert Hofmann
  • Ewald Marx
  • Alfred Schild
  • Willi Niederhäuser
  • Herbert Barke

 

Doch was folgte nun? Wie ging es weiter? Hier einige Einblicke:

 

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